Bonhoeffer

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Vorbilder

9. April 1945: Dietrich Bonhoeffer wird im bayerischen KZ Flossenbürg nach einem SS-Standgerichtsverfahren ermordet.
27. Juli 1945: In der Holy Trinity Church zu London wird ein Gedächtnisgottesdienst zu Ehren des deutschen Widerstandskämpfers gehalten.
6. August 1996: Das Berliner Landgericht bestätigt die Rehabilitierung des evangelischen Theologen.
Das Bekenntnis zu Gott und der Kampf gegen das Unrecht sind für den deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffer zwei Seiten der selben Medaille. Sein unerschrockenes Eintreten für Freiheit und Menschenrechte im nationalsozialistischen Deutschland muss er mit seinem Leben bezahlen. Bonhoeffers Taten fanden in der Öffentlichkeit zu keiner Zeit den Widerhall der Taten Gandhis, Martin Luther Kings oder Mutter Theresas. Und dennoch ist sein Name in einem Atemzug mit diesen großen Persönlichkeiten – Vorbildern – zu nennen.

Leben und Werk: Wie der Theologe zum Widerstandskämpfer in der totalitären Diktatur wurde.

Zitate: Von Bonhoeffer sind neben wissenschaftlichen Werken auch Briefe, Predigten usw. überliefert.

Hintergrund: Das nationalsozialistische Unrechtssystem bildet den Hintergrund für Bonhoeffers Leben und Wirken.

Materialien: Die Bedeutung und Ausstrahlungskraft wird auch daran deutlich, dass es zahlreiche Filme über Bonhoeffer gibt.

Linkliste: Ausgewählte Links erschließen weitere Informationsquellen im World Wide Web.

Zitat

"Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen."
[Dietrich Bonhoeffer]

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"... dem Rad in die Speichen fallen"

Bereits unmittelbar nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten unter der Führung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 zeigt sich Dietrich Bonhoeffer als entschiedener und unerschrockener Gegner des nationalsozialistischen Unrechtssystems. Früher als die meisten seiner Zeitgenossen erkennt er die Tragweite der staatlichen Unrechtshandlungen. Werden grundlegende Menschenrechte verletzt, so Bonhoeffer in einem Aufsatz im April 1933, hat ein bekennender Christ die Pflicht Widerstand zu leisten. Notfalls gelte es "nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen".

Bonhoeffer engagiert sich gegen die Gleichschaltung der Kirche, gegen den Krieg und für die "Feinde" der "Volksgemeinschaft". Diese werden vom NS-Staat radikal verfolgt und schließlich vernichtet. Sein von der christlichen Nächstenliebe geprägtes Menschenbild kennt weder politische noch soziale noch rassische noch nationale Grenzen. Vom bekennenden Christen und Menschenrechtler wird er zum tätigen Verschwörer. Ohne Rücksicht auf das eigene Leben beteiligt er sich an den konspirativen Vorbereitungen eines Umsturzes. Die Verschwörer werden enttarnt. Nach fast zweijähriger Haft bezahlt er für seine Zivilcourage mit dem Leben.

Christliche Nächstenliebe und das Einstehen für Demokratie und Menschenrechte sind für Dietrich Bonhoeffer untrennbar. Der nationalsozialistische Unrechtsstaat macht Widerstand zur Pflicht. Die Ungeheuerlichkeit seiner Verbrechen treiben den bekennenden Christen zum Äußersten. Als tätiger Verschwörer ist er bereit, schwerste Schuld auf sich zu laden – ist bereit zum Tyrannenmord. Für seine Überzeugung bezahlt er mit seinem Leben.

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