Grundkurs 1
Nach oben Grundkurs 1 Linkliste Inhalt Übersicht

 

Grundkurs 2
Grundkurs 3
Grundkurs 4
Grundkurs 5
UNESCO

Friedenspädagogik

Der Online-Kurs zum Thema Friedenspädagogik gliedert sich in fünf Grundkurssequenzen:

Grundkurs 1:

Was ist Friedenspädagogik? 
Hier finden Sie eine Einführung in die Thematik und eine Definition. 


friedenspflicht


wir
müssen unseren Kindern
den frieden erklären


damit sie
nie anderen
den krieg erklären


[Volker Erhardt]

Grundkurs 2:

Was bedeutet Frieden? 
Der zweite Grundkurs widmet sich den zentralen Begriffen Frieden, Krieg, Gewalt, Konflikt und fragt nach den Erkenntnissen der Friedens- und Konfliktforschung.

Grundkurs 3:

Wozu braucht man Friedenspädagogik? 
Im dritten Grundkurs geht es um die Aufgaben und Ziele der Friedenspädagogik und -erziehung.

Grundkurs 4:

Was machen Friedenspädagogen? 
Grundkurs 4 schaut auf die Praxis. Mit konkreten Beispielen stellen wir den Bereich der konstruktiven Konfliktbearbeitung als Kern der Friedenserziehung vor.

Grundkurs 5:

Friedenspädagogik und Fair Play 
Friedenserziehung beschränkt sich keineswegs auf den Politikunterricht. Beispielhaft beschäftigen wir uns mit Fair Play und Gewaltprävention im Sport.

Grundkurs 1: Was ist Friedenspädagogik?

Der folgende Text fasst die wichtigsten Aspekte zusammen, die in den einzelnen Grundkursen des Themenkomplexes vertieft werden:

"
Die Friedenspädagogik als Vermittlungsorgan zwischen Theorie (Friedens- und Konfliktforschung) und adressatenbezogener Praxis (Friedenserziehung) leistet durch eigene Theoriebildung und die Entwicklung von Lernmodellen ihren Beitrag zur Analyse und zum Umgang mit Konflikten und Gewalt auf individueller, gruppenspezifischer, national/gesellschaftlicher und auf internationaler Ebene (...).



[Der norwegische Friedens- und Konfliktforscher Johan Galtung zählt zu den herausragenden Vertretern des Fachs]

Die historische Entwicklung der Friedenspädagogik verlief nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in sich überlappenden Phasen, die z.T. heute noch nebeneinander bestehen: Die erste Phase, die 'individualistisch-idealistische Friedenspädagogik' war gekennzeichnet durch einen individualistischen Erklärungsansatz: 'Krieg beginnt in den Köpfen der Menschen'. Die zweite Phase, ein politikwissenschaftlich orientierter Ansatz begriff Krieg als politisches Problem des Internationalen Systems. Die dritte Phase stand im Banne des inzwischen überwundenen Ost-West-Konfliktes (...). Zum inhaltlichen Instrumentarium gehörten der negative und der positive Friedensbegriff, sowie der direkte, strukturelle, kulturelle Gewaltbegriff von Johan Galtung (...). Auch die ökologische Problematik wurde im Sinn eines umfassenden Abbaus von Gewalt gegen die Natur in die Zielkonzeption eines Ökopax aufgenommen (...).

Friedenserzieherisches Lernen wird als soziales und politisches Lernen verstanden: Soziales Lernen als Umsetzung des 'pädagogischen Prinzips', 'Herrschaftsstrukturen' ab-, Partizipation und Mitbestimmung aller am Schulleben Beteiligten aufzubauen. Das (friedens-) politische Lernen soll 'schlüsselthemenorientiert' gestaltet werden."

[aus: Susanne Lin, Stichwort "Friedenserziehung"; in: Handwörterbuch Umweltbildung, hrsg. v. Oskar Brilling/Eduard W. Kleber, Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren 1999, 68-70]

UNESCO - die Weltorganisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation - zählt zu den wichtigsten internationalen Organisationen für den Bereich der Friedenserziehung. Sie hat unter dem Titel "Lernfähigkeit: Unser verborgener Reichtum" einen Bericht zur Bildung im 21. Jahrhundert veröffentlicht. Im dort entworfenen Bildungskonzept spielt Friedenserziehung eine wichtige Rolle. Die wichtigsten diesbezüglichen Passagen des Berichts dokumentieren wir auf einer gesonderten Seite.
[... zum UNESCO-Bericht]

Das folgende Zitat zu "Education for a Culture of Peace" verdeutlicht den Ansatz der UNESCO im Bereich der Friedenserziehung:

"The development of a holistic approach, based on participatory methods and taking into account the various dimensions of education for a culture of peace (peace and non-violence, human rights, democracy, tolerance, international and intercultural understanding, cultural and linguistic diversity) is its main objective."

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der UNESCO:
http://www.unesco.org/education/ecp/index.htm

Da Kriege in den Köpfen der Menschen beginnen, muss in den Köpfen der Menschen Vorsorge für den Frieden getroffen werden - Präambel der Verfassung der UNESCO 1945



... weiter zu Grundkurs 2: Was bedeutet Frieden?

[Autor: Ragnar Müller]

[Seitenanfang]

 

Themen: neu: Web 2.0  I  Menschenrechte  I  Vorbilder  I  Demokratie  I  Parteien  I  Update: Europa  I  Globalisierung  I  Vereinte Nationen  I  Nachhaltigkeit

Methoden:    Politikdidaktik    II    Friedenspädagogik    II    Methoden

     



 

Dieses Onlineangebot zur politischen Bildung wurde von agora-wissen entwickelt, der Stuttgarter Gesellschaft für Wissensvermittlung über neue Medien und politische Bildung (GbR). Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an uns. Träger des Projekts ist Pharos e.V.